Evaluation eines Stressmanagementtrainings
für Führungskräfte in kleinen und mittleren Unternehmen
 

Gestresst!? Ein Zustand, den viele Menschen und insbesondere Führungskräfte nicht nur während der Coronapandemie kennen. Das Projekt KMU-GO bietet deshalb ein Stressmanagementtraining für Führungskräfte aus kleinen und mittleren Unternehmen aller Branchen mit bis zu 500 Mitarbeitern an, dessen Wirksamkeit mit diesem Projekt (nochmals) nachgewiesen werden soll. Viele (Präventions-) Angebote im Bereich der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz werden vor allem in größeren Unternehmen angeboten, da für diese die Implementierung aus vielerlei Gründen meist leichter realisierbar ist. KMU-GO trägt dazu bei, diese Lücke zu schließen.

Geplant ist die Durchführung und Evaluation eines komplexen Stressbewältigungstrainings für weibliche und männliche Führungskräfte aller Hierarchiestufen. Das Training wurde bereits im abgeschlossenen Projekt MAN-GO in einem Großunternehmen für männliche Teilnehmer evaluiert und als erfolgreich bewertet. Ziel des Trainings ist eine verbesserte Wahrnehmung und ein verbessertes Verständnis eigener Stressbelastungen sowie die Entwicklung von Fähigkeiten, die eigenen Arbeitsbedingungen bestmöglich zu gestalten. Dies führt zu einer erhöhten Resilienz im Umgang mit Stress am Arbeitsplatz und fördert die Prävention stressassoziierter seelischer und körperlicher Erkrankungen. Damit einhergehend soll eine Reduktion von Kosten (durch z.B. reduzierte Arbeitsunfähigkeit) erreicht werden. Schließlich soll durch Erreichen der o.g. Ziele auch die Gesundheit der Mitarbeiter der Führungskraft verbessert werden.

Das Training umfasst 1,5 Tage sowie zwei 180-minütige Auffrischungskurse nach drei bzw. sechs Monaten. Es orientiert sich an sowohl psychodynamischen, konfliktorientierten und emotionsfokussierten Prinzipien als auch Techniken aus der kognitiven Verhaltenstherapie sowie theoretisch am Gratifikationskrisen-Modell.

Dieses BMBF-geförderte Projekt ist im Juli 2020 gestartet und ist über eine Laufzeit von 3,5 Jahren angelegt. Bei erfolgreicher Evaluation kann das Training in das Gesundheitsangebot der AOK Baden-Württemberg aufgenommen werden.

Projektleitung:
  • Prof. Dr. med. Harald Gündel (LPCU, Universitätsklinikum Ulm)

  • Prof. Dr. med. Peter Angerer (Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

    Kooperationspartner:
    • Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Tübingen, Ansprechpartner: PD Dr. Junne

    • Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie II des Universitätsklinikums Ulm, Ansprechpartner: Prof. Dr. Kilian

    • AOK Baden-Württemberg

    • IHK Ulm

    • IHK Reutlingen – Tübingen – Zollernalb

    • Offensive Mittelstand

    • Südwestmetall


 

 

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